Olympia-Kolumne: Am Zuckerhut, da kann man gut …

Noch sind die Olympischen Spiele gar nicht offiziell gestartet, doch den ersten Rekord gibt es schon zu vermelden. 450.000 Gratiskondome, dreimal mehr als noch vor vier Jahren in London, wird das IOC im Olympischen Dorf verteilen lassen. Frei nach dem Motto: „Am Zuckerhut, da kann man gut … aber bitte nur mit Gummihut!“ Die internationale Freundschaft soll gepflegt werden, aber bitteschön safe!

Bei Olympia geht es schließlich heiß zu. „In der zweiten Woche laufen die fast nur mit offener Hose rum“, beschrieb Tim Lobinger die Zustände einst. Reichen angesichts der vielen MILFs und GILFs (Medalists I’d like to fuck/Goldmedalists I’d like to fuck) 42 Gummis pro Athlet? Den Australiern nicht. Sie packten ihren 134 Athleten noch zusätzliche 1500 Kondome in die Ausrüstung. Sicher ist sicher!

Das dachte man sich auch in Georgien und schickte Schützentalent Tsotne Machavariani (18) mit dem sichersten Verhütungsmittel der Welt an seiner Seite zu den Spielen nach Rio. Seine Mutter und Teamkollegin Nino Salukwadse. Die 49-jährige (Gold/Silber 1988, Bronze 2008) nimmt zum achten Mal an den Spielen teil und kennt die Gepflogenheiten im Olympischen Dorf bestens. Daher wird sie schon dafür sorgen, dass der Filius von den Verlockungen dort möglichst wenig mitbekommt.

Manche Verlockungen flanieren sogar im Doppel- oder gleich Dreierpack durchs Dorf. Stichwort: Zwillinge. Die Hahners oder Benders werden aber noch getoppt von den Estinnen Leila, Liina und Lily Luik. Sie schreiben als erste Drillinge bei Olympia Geschichte. Das blieb den drei österreichischen Alexandri-Drillingen im Synchronschwimmen verwehrt. Denn beim olympischen Duett sind drei nun mal eine zu viel. Merke: Ein Zwilling kommt bei Olympia selten allein, ein Drilling dagegen daheim.

Ob Tsotne Machavariani seine Mutter übrigens auch lieber daheim wüsste, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nur: Bei Olympia 1996 hat sich Nino Salukwadse von den tabulosen Zuständen im Olympischen Dorf offenbar nicht anstecken lassen oder nur gut aufgepasst. Denn ihr Sohn wurde Ende September 1997 geboren und damit nachweislich erst nach den Spielen in Atlanta 1996 gezeugt.

Malte Asmus

Ein Gedanke zu „Olympia-Kolumne: Am Zuckerhut, da kann man gut …

  • 5. August 2016 um 16:42
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    Im mexikanischen Segelstandort Puerto Vallarta steht in jeder Umkleidekabine ein „Gratis-Gummi-Automat“ und an der Wand darueber steht: „Wir wollen das ihr die Zukunft des Segelns seid und nicht die Zukunft in die Welt setzt“

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